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19.02.2020
FW & BL stellen Wahlprogramm beim Kurbi in Schernbuch vor

Beachtliches wurde in den letzten 6 Jahren erreicht
Erhalt der Schule - Attraktive Öffnungszeiten in Kindergarten und Kinderhort - Erfolgreiche Fortführung von Jugendtreff und Ferienprogramm - Die Musikschule wird sehr gut angenommen (ca. 50 Kinder) - Sanierung von 14 km Kanalsystem - Erneuerung der Wasserleitungen wo notwendig - große Teile der Gemeinde sind an das Gasleitungsnetz angeschlossen - nach der Stadt Freising das beste Glasfasernetz im Landkreis Freising - Straßenbeleuchtung wird auf LED umgestellt - Radwege ausgebaut - Mitwirkung in der ILE- Ampertal (Integrierte Ländliche Entwicklung). Schwerpunkt für Paunzhausen ist hier, die ÖPNV-Anbindung zu verbessern.

Die Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich persönlich vor
In Arbeitskreisen wurden Schwerpunkte für die künftige Gemeinderatsarbeit entwickelt. Die regen Diskussionen zeigen, dass die Themen aktuell sind und die Wählerinnen und Wähler interessieren.

Miteinander in der Gemeinde
- Ehrenamt
Hier legt Uli Huber Wert darauf, dass Vereine und Interessengruppen die notwendige Unterstützung erfahren. Sei es finanzieller Art oder durch fachkundige Beratung. Bei den bisher drei Empfängen für Ehrenamtliche wurden 62 Menschen mit einer Medaille für mindestens 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet.
- Jugendarbeit
Besonders lobt er den Arbeitskreis Jugend. Beim Ferienprogramm ist Sylvia Lachermeier federführend. Thomas Popp kümmert sich um den Jugendtreff. 2017 waren mit 118 Kindern und über 500 Besuchern die höchsten Teilnehmerzahlen zu verzeichnen. Die Jugendarbeit in Paunzhausen genießt im gesamten Landkreis hohes Ansehen, so Uli Huber.
- Senioren aktiv
So viel Selbständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig. Dieses Motto stellt Annette Baier in den Fokus ihres Vortrags. Ihr Ziel ist es, den im Seniorenkreis arbeitenden Ehrenamtlichen, auch weithin die Unterstützung der Gemeinde zu sichern. Sie selbst will weiterhin die Seniorenarbeit durch persönliche Präsenz stärken.
- Naturschutz
Josef Nadler vermittelt einen Überblick was aus Gemeindesicht zu diesem Thema möglich wäre. Die Anlage und Pflege von Biotopen, Blumenwiesen und Ruheoasen würden der Natur und den Menschen guttun, aber auch den Gemeindebereich noch attraktiver machen.

Bürgerhaus
Ein Bürgerhaus – warum?
Diese Frage stellte Thomas Popp und lieferte auch gleich die Antwort
. Derzeit gibt es in der Gemeinde keinen für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglichen, barrierefreien, zentralen Veranstaltungsort. Aktuell sieht es so aus:
- Theaterproben finden in der Fahrzeughalle der FFW statt
- Konkurrenz bei Turnhallenbelegung
- Unbefriedigende Raumsituation bei Seniorennachmittag, Ferienprogramm und Musikschule
- Ausweichmöglichkeiten für Kita & Kiga fehlen
- Ganztagsschule wird kommen.

Damit sind auch schon die Anforderungen für ein Bürgerhaus umrissen. Es ist also wichtig  konkret in die Planung einzusteigen.
Was nicht geplant ist - Konkurrenz zu den einheimischen Gastronomiebetrieben.

Mobilität für alle
Das wünscht sich Birgit Kasper für die Zukunft. Die öffentliche Verkehrsanbindung (ÖPNV) nach Freising und München ist auf einem guten Niveau, so Konrad Offenberger. Zehnmal am Tag fährt der Bus nach Freising. Von dort geht es mit der S-Bahn weiter nach München. Nur wenn die Busverbindung genutzt wird, kann sie aufrechterhalten werden. Nach Pfaffenhofen sieht es dagegen düster aus. Es gibt aktuell keine ÖPNV-Verbindung. Bemühungen der Gemeinde sind in den letzten Jahren, regelmäßig an der Verweigerungshaltung des Landkreises Pfaffenhofen gescheitert. Die Kandidaten sind sich einig, hier muss sich etwas zum positiven ändern. Peter Hahn berichtet über den Ruf Bus. Mit diesem Dienst können Zeiten vereinbart werden, zu denen eine direkte Verbindung nach Pfaffenhofen möglich ist. Gerade für ältere Menschen wäre das ein Angebot. Die Kosten dafür müsste allerdings weitgehend die Gemeinde tragen.

Carsharing wurde von Knud Hockenbring als eine weitere Möglichkeit der Mobilität, vorgestellt. Denkbar wäre z. B. eine Vereinslösung. Der Verein könnte ein Elektrofahrzeug betreiben, dass von den Mitgliedern genutzt wird. Eine Ladesäule wird am Rathaus zurzeit aufgebaut. Ein ehrenamtlicher Fahrdienst könnte ältere Menschen z.B. zum Arzt bringen. Wo ein Wille, da ein Weg, sagt Knud Hockenbring. Das hat er schon beim Internetverein Paunet bewiesen.

Für Birgit Kasper wäre vorstellbar, über eine Projekt- oder Bachelorarbeit das Nutzungsverhalten der Gemeindebürger/-innen, in Bezug auf Verkehrsmittel zu erheben. Wenn der Bedarf bekannt ist, kann man den richtigen Weg einschlagen und Mobilitätskonzepte erarbeiten. Auf autonomes Fahren würde sie nicht warten.

Infrastruktur
Dieses Thema stellten Robert Holzer und Bürgermeister Hans Daniel vor. Kanal, Wasser, Gas, Strom und Glasfaser sind im “Boden vergraben“. Erst jetzt macht es Sinn die Straßen zu sanieren, betont der Bürgermeister. Ein Dorn im Auge ist ihm auch die arg ramponierte Staatsstraße im Ortsbereich Paunzhausen. Hier ist der Einfluss der Gemeinde gering, man ist vom Freistaat abhängig. Auch besonders gefährdete Bereiche sind ein Thema. Mit einer Bewertungsmatrix sollen diese ermittelt und Maßnahmen aufgesetzt werden. Ein weiteres Ziel ist ein Rad/- und Fußweg von den Tennisplätzen nach Schernbuch; vorausgesetzt der notwendige Grunderwerb ist möglich.

Bezahlbares Bauland für Einheimische, dafür steht Hans Daniel ein. Baugebiete sollen am Ortseingang von Schernbuch – von Paunzhausen kommend, rechts der Straße – und anschließend an den Schucklberg im Westen von Paunzhausen entstehen.

Robert Holzer zeigte auf, wie der Wertstoffhof nutzerfreundlicher werden könnte. Denkbar ist eine Absenkung der Container um das Einbringen der Wertstoffe und der Gartenabfälle zu erleichtern. Auch ein zusätzlicher halber Öffnungstag wäre sicher im Sinne der Bürger und Bürgerinnen. Als Abschluss präsentierte Robert Holzer die Vision einer Ortsumfahrung von Osten ab Höhe Wasserzweckverband, bis zur bereits bestehenden Umfahrung im Westen. Eine absolut notwendige Forderung, um der stetig wachsenden Verkehrsbelastung im Ortsbereich entgegenzuwirken.